Region Aachen Gorillas im Kohlerevier
Ohne Kohle geht nix. Das weiß jeder Studierende – spätestens dann, wenn er den heimischen Herd verlassen hat.
Ohne Kohle ging aber auch in der Region Aachen lange nichts. Denn das Dreiländereck war eine klassische Bergbauregion. Die Relikte dieser Industrie – Halden, Schächte, Siedlungen – sind noch an vielen Orten in Deutschland, Belgien und den Niederlanden sichtbar und oftmals in Freizeit- und Kultureinrichtungen umgewandelt. So entstand zum Beispiel aus der Halde und dem Gelände um die Grube Carl-Alexander in Baesweiler der Carl-Alexander-Park, der heute zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region gehört.
Wer sich gerne abseits ausgetretener Pfade bewegt, kommt im grenzenlosen Grenzland immer wieder auf seine Kosten. Der Aachener – und sei er es nur auf Zeit – lebt Europa, weil es viel bietet und nahe liegt. Kann man doch hier Gorillas im niederländischen GaiaPark bestaunen, eine Mountainbike-Tour durch belgische Kohlereviere erleben oder eine Klettertour im Hochseilgarten im Aachener Stadtwald riskieren.
Und wenn beim Pinkpop-Festival im niederländischen Landgraaf die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht und das trinationale Zeltlager im Schlamm versinkt, gibt es weder Sprachen noch Nationen, sondern nur noch feiernde Europäer – Aachener und Freunde.
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