Internationaler Karlspreis Impulse für das Europa von morgen
Was haben Bill Clinton, Papst Johannes Paul II., Angela Merkel, der Euro und das Volk von Luxemburg gemeinsam? Sie sind Träger des Internationalen Karlspreises zu Aachen.
Internationaler Karlspreis zu Aachen
- seit 1949 verliehen
- gestiftet von Aachener Bürgern
- benannt nach Karl dem Großen
- die Preisverleihung findet jährlich am Himmelfahrtstag statt
Alljährlich im Mai führt er Königinnen und Könige, Staatspräsidenten und Regierungschefs, geistliche und wissenschaftliche Größen zur Verleihung nach Aachen. Eine Auszeichnung, die dem inflationären Zeitgeist der Grammys oder sonstigen Awards trotzt: Auch den Oscar bekommen jedes Jahr viele für vielerlei, das schnell vergessen wird. Den Karlspreis gibt es nur für etwas, das bleibt, mag es politisch, kulturell oder wissenschaftlich geprägt sein: Ein Verdienst um Europa, um die Einswerdung und Einheit des abendländischen Kontinents, der Jahrhunderte lang unter Grenzen und Kriegen litt.
Karlspreis für die Jugend
Dass Europa weiterhin friedlich zusammenwächst, ist Aufgabe von Europaparlament, Europäischer Kommission, Ministerrat, EU-Gipfeln: Das sind die Profis, die Würden-, manchmal auch die Bürdenträger. Aber es bleibt die Herausforderung, das „Brennen“ für die Einheit, von dem der erste Karlspreisträger Richard Graf Coudenhove-Calergie sprach. Eine Herausforderung besonders für die junge Generation, deren Engagement alljährlich der „Karlspreis für die Jugend“ auszeichnet.
Hier werden Jugendliche zwischen 16 und 30 Jahren in allen europäischen Mitgliedsstaaten der EU angeregt, sich aktiv bei der Mitgestaltung von Europa zu engagieren. Als Einzelperson oder als Gruppe können sie sich bewerben und ihre Projekte vorstellen, die zur internationalen Verständigung beitragen, die Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls europäischer Identität und Integration fördern und die als Vorbild für Jugendliche in Europa dienen und praktische Beispiele dafür liefern, wie Europäer als Gemeinschaft zusammenleben können.
Europa sind die Menschen. Die Politik soll Europa nicht verwalten, sondern voranbringen. Deshalb gibt es, aktuell wie vor 60 Jahren, den Karlspreis.
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